Baustellentagebuch

Kurze Zusammenfassung vom vergangenen Baustellensamstag:

Total entspannte Situation. An sich hatten wir nur ein paar Kleinigkeiten geplant...

Ich habe die hässlich-braune Stahltür im Eingangsbereich angeschliffen. Schön mit der Flex. Staubt wie Sau, macht aber auch richtig fluffig Zeug von Oberflächen runter.

Und dann hübsch grundiert. Ich hab sogar abgeklebt! Im Moment tendiere ich dazu, den Rahmen dunkelgrau wie den Stahl und das eigentliche Türblatt mit Tafelfarbe zu streichen. Dann kann ich silly stuff drauf schmieren.

 


Kurz vorm Wochenende kamen auch noch die Stuckmannen angebrettert und sind kopfüber durch die Bude gewirbelt. Wir haben jetzt gespachtelte Decken glatt wie Babyarsch.

Am Montag dann milde nervöse Stuckmänner: "Des is scho Absicht, dass'd Sie koi Kabel in dere Deck' hänn?"

Ja, passt so. In dem Bereich gibt es schaltbare Steckdosen und Stehlampen.

Der werte Göttergatte hatte auch nur noch das letzte, kleine Stück Trockenestrich in der Küche auf dem Zettel. Genug Zeit, nach dem Frühstück ganz gemütlich in den Farbenhandel zu tuckern und den Leuten dort einen Farbfächer aus den Rippen zu leiern.

Ein kurzes Telefongespräch mit dem Oberstuckmann hat den gemütlichen Samstag dann ein bisschen gekillt. Stellt sich raus, Montag waren direkt die Wände dran. Also mussten alle verbliebenen Heizkörper weg. Abschrauben, leer laufen lassen, Resttapeten kratzen und die Flächen dahinter hübsch vorbehandeln.

Ich wollte die ja einfach hängen lassen; teilweise noch mit den Tapeten der Vorbesitzer dahinter.

Ich schaue praktisch nie hinter die Heizkörper; später hängt da eh ne Fensterbank drüber.

Mir wäre das ja egal gewesen.

Mir wäre es jetzt, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, in einem Haus ohne Heizung im Wohnbereich und mit einer Luftfeuchtigkeit, die nahe an Nieselregen liegt, echt zu ungemütlich.

Der Stuckmeistermann hatte dazu ganz andere Pläne. Seine Alternative war, dass wir sie dann halt später wegschrauben und er dann nochmal extra dafür anrückt.

...und dabei hätte ich soo gern wenigstens auf den letzten Metern ein bisschen gepfuscht. Aber nix darf man! *pöh*