Baustellentagebuch

Wiedermal ein Einblick in unsere Eingangshallen - heute mit begonnener Neuverfugung der Bruchsteinmauern.
Um die diversen Gips-, Putz-, Zement- und Nasenpopelreste der vergangenen Generationen von den Wänden zu kriegen, habe ich sie mit dem schwiegerelterlichen Hochdruckreiniger bearbeitet. Bodenabfluss rulez. Leider hat sich der Zementschleier (im Gegensatz zum Gipsputz) kaum entfernen lassen. Dafür sind mir die Reste der maroden Fugen, die nicht schon beim Putz abschlagen rausgefallen sind, dann komplett entgegen gekommen.

Also habe ich (nachdem der staubigste aller meiner Ehemänner letztes Wochenende fensterln war die neuen Fenster eingebaut hatte) mit Kalkputz die Fugen neu verfüllt. Der Job klingt übrigens bescheuerter als er ist, ich finde Steckdosen und Kabel einputzen wesentlich schlimmer. Klar sollte möglichst viel von dem Zeug möglichst tief in der Mauer landen, damits was bringt, aber wenn man den Schlönz in große Einwegspritzbeutel aus dem Großhandel füllt und so in die Wand spritzt, geht es eigentlich ganz gut. Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und hauptsache, das Zeug ist drin. Weil die Fugen sehr tief sind, muss ich in mehreren Lagen arbeiten, die zwischenzeitlich auch abtrocknen sollten. Auf den Bildern sieht man das Ergebnis nach der ersten Runde. Noch bin ich skeptisch....

Dringende Gartenbautätigkeiten waren auch noch zu erledigen: Hochbeet#2 steht und ist fertig bepflanzt.

Die Kübelsaison ist auch eröffnet. Ich hab wassergartentechnisch erweitert, da der lokale Raiffeisenmarkt günstige, gebrauchte aber sanierte Eichenfässer im Angebot hatte.

Und ich habe die Gelegenheit genutzt, als wegen eines Rohrbruches ein Bautrupp in der Strasse am werkeln war: Die Jungs haben mir mit ihrem Minibagger kurzerhand den grooooßen Sandsteinkübel von der Terrasse runtergesetzt. Das Ding wiegt (ohne Wasser!) gute 500kg. Hätte ich auch nicht gedacht, aber der Baggerpilot wirds wohl wissen...

Mein persönliches Gefühl ist, dass das Rohrnetz in der Strasse generell nicht ganz das neueste ist. Vermutlich wird das nicht die letzte Gelegenheit für nen Kübelumzug gewesen sein... Aber vorerst steht er mal ganz gut.

Anderer Leute Krümel  

 
#1 Goldfischli 2012-05-10 09:31
Wegen dem Zementschleier könntet Ihr es einmal mit Essig-, Zitronen-, Salz- oder beliebiger anderer stark genuger Säure eigener Wahl versuchen. (Heimwerkertip: An unauffälliger Stelle beginnen)
 
 
#2 Ellen 2012-05-10 19:02
Danke für den Tip - über Zitronensäure hab ich auch schon nachgedacht. Wegen der Kaffeemaschine. Allerdings hab ich ein wenig Schiss, dass der Sandstein noch vor dem Zementschleier weg sein könnte. Man kennt ja die Horrorgeschichten von saurem Regen, der ganze Domkirchen aufzufressen pflegt....
 
 
#3 Goldfischli 2012-05-11 11:19
Sandstein sollte dsa verkraften¹. Kalkstein wär ein Problem - aber auf Kalkstein stört ein Zemntschleier ja auch nicht.

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¹ an unauffälliger Stelle probieren