Baustellentagebuch

Wir brauchen ja für so ungefähr 170m² Wohnfläche Farben. Nicht ganz wenig - wie so ungefähr alles auf dieser Baustelle.

Und wir brauchten ein bisschen Farbe sofort, damit die Heizkörper wieder an die Wände konnten.

Keimfarben, der Mercedes unter den Farbherstellern, bietet netterweise Farbmuster in der 1l-Flasche zum testen. Zwei Flaschen müssten reichen, um hinter den Heizkörpern schon mal zu streichen. Eine in weiß fürs Obergeschoss und eine abgetönt für den Rest der Wände. Kostet pro Flasche nicht ganz zweistellig. Das schöne ist, laut Werbetafel, sind die Muster im lokalen Farbenhandel in allen Qualitäten lagernd. Die großen Mengen sind auf den nächsten Tag lieferbar. Keimfarben kann man nämlich nicht mit der Mischmaschine abtönen, sondern es gibt nur die Herstellerpalette.

 Farbenfachgeschäft am Freitag:

"Des müsse ma dann beschdelle.."

"ja, da hen se recht. Aber des hemma vor zwoi Johr abgschafft, weils in Schduddgart nedd aaagnomme wird."

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Paff! Boom! Bäng!

Die Stuckmannen waren diese Woche fleissig:

Wir haben jetzt überall Armierungsgewebe an den Wänden pappen. Das wurde mit Kalkspachtel aufgetragen und soll Risse verhindern. Auch wenn man es kaum sieht, unser Haus ist in weiten Teilen ein Fachwerkhaus - und kein besonders hochwertiges, wenn ich das mal so sagen darf.

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Kurze Zusammenfassung vom vergangenen Baustellensamstag:

Total entspannte Situation. An sich hatten wir nur ein paar Kleinigkeiten geplant...

Ich habe die hässlich-braune Stahltür im Eingangsbereich angeschliffen. Schön mit der Flex. Staubt wie Sau, macht aber auch richtig fluffig Zeug von Oberflächen runter.

Zuvorkommend

Offenbar möchte die Fäkalpartei (die Farbe, Sie wissen schon...) das Ergebnis des laufenden Verbotsverfahrens vorwegnehmen.

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Habemus Fliesen!

  Vorausgegangen ein Drama in drei Angeboten:

Wettbüro

Die Freundin aus München wettet, dass wir umgezogen sind, bevor sie ihren neuen, 2015 bestellten Wohnwagen geliefert bekommen und den ersten Urlaub (nicht die Abnahmefahrt) damit machen. Avisierter, unverbindlicher Liefertermin: April oder so. Und es gibt noch Elternzeit zu verbraten.

Einsatz: Marc de Champagne Trüffel.

Noch jemand ne Wette?

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Himmel, so am Arsch waren wir schon lange nimmer nach einem Baustellensamstag.

süßes Stückle

(Direktink zum Video. Einbetten scheint gerade nicht zu funktionieren...)

 

Firas Alshater kommt aus Syrien. Da hat er Filme gemacht. Aus Gründen macht er die jetzt in Berlin. *hug*

Hier noch ein Artikelchen aus der Zeit über ihn.

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 ...habe ich schon erwähnt, wie toll der Stuckateur ist?
Gründlich, detailversessen und fast schon pingelig?

Sieht total normal aus, nech?

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Ich muss mal ein bisschen von unserem Stuckateur schwärmen: pünktlich, hat ein sinnvolles Angebot geschrieben, ist auf unsere Wünsche eingegangen, ordentlich, hält sich an Absprachen, liefert (bislang) tolle Arbeit, hat uns ohne mit der Wimper zu zucken teure Maschinen für die Vorarbeit ausgeliehen (Altputz anschleifen mit einer Giraffe, die sich an Decken ansaugen kann: der Apparillo ist ganz schön mit mir durchs Haus gerauscht...) und musste nicht dran erinnert werden, sondern hat selbst dran gedacht, stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit (= bevor er anfängt), denkt mit, unterstützt uns bei Eigenleistungen und kontrolliert und bekrittelt die dann tatsächlich (und lässt mich gnadenlos nachbessern...), ist ein Ästhet und Perfektionist ... - meine Güte, wenn die alle so wären...

Diese Woche wird gespachtelt: der große Batzen ist das Ober- und das Dachgeschoss. Da haben wir im Prinzip alles ausser den Giebelwänden mit Gipskarton verkleidet. (Wo ich das Bild so sehe: irgendwann müsste man mal noch die Flex an dem zu langen Mittelpfosten der Wendeltreppe ansetzen. Am besten, bevor gestrichen wird...). Unten ist es nur das Bad und die beiden Zimmer im Flachdachanbau, die mal Arbeitszimmer werden sollen.

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wohoo - Überraschung.

Er Sie ist wieder da.

Noch ne Überraschung: über drei Jahre nach dem letzten Eintrag sind wir immer noch nicht eingezogen. Aber mei - es ist halt auch viel Arbeit und zwischendurch hat der pechvogeligste aller meiner Ehemänner auch noch sein Knie verunfallt und sich selbst für fast ein Jahr an den Bürostuhl gefesselt weil Kreuzband. Natürlich habe ich ihn hemmungslos verspottet hingebungsvoll gepflegt. Inzwischen ist er wieder ganz der alte.

Und dann ist da noch das passiert: